Dreaming of Streaming!

Aktualisiert: Jan 30

Ein Jahr nach dem ersten registrierten Coronafall in Deutschland gab es eine Radiosendung zum Thema: ‚1 Jahr Corona in Deutschland – wie hat sich Ihr Leben verändert? ’


Eine äußerst intelligent und sympathisch wirkende Dame mit schwerer Behinderung und eingeschränkter Mobilität rief in der Radiosendung an und erzählte, wie glücklich sie sei über die zügig entstandene Digitalisierung im Kulturbereich, von der sie sehr profitiert hat im letzten Jahr. Nun endlich könne auch SIE virtuell durch das Deutsche Museum wandern und Streaming-Angebote nutzen, die es vor einem Jahr noch nicht gab.


Ich fühlte mich plötzlich ganz froh und bestärkt in meinem Tun als ‚streamende’ Musikerin. Endlich wurden solche wie ich gesehen – endlich wurden solche wie sie gesehen!


Aber wie traurig auch, dass bis dato Menschen mit starker Mobilitätseinschränkung in diesem Punkt unbedacht blieben. Natürlich gibt es Rollstuhlrampen bei vielen Gebäuden, aber damit ist es ja nicht getan. Zum einen kann eine körperliche Behinderung auch bedeuten, dass man sich auch mit Rollstuhl nicht fortbewegen kann, und zum anderen ist eine stark eingeschränkte Person auch sehr von der Hilfe anderer Menschen abhängig. Der Aufwand, einen Konzertbesuch zu organisieren, ist also groß.


No longer Dreaming of Streaming! ... Herrlich...


KLICK! ... und einen Fortbildungskurs machen! KLICK! ... und eine Führung durchs Bergwerk! KLICK! ... und ein Konzert via Stream anschauen! KLICK! ... einen Christkindlmarkt durchwandern, ganz ohne Frieren und KLICK! ... auf die jeweiligen Stände schauen und Händler unterstützen mit einem Online-Einkauf.

Also auch ohne körperliche Einschränkung finde ich das Streaming Angebot wirklich sehr angenehm. Vielen Dank an die freundliche Dame, die – trotz ihrer starken Behinderung – die einzig fröhliche Anruferin in der Radiosendung war!




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